Quobyte erweitert sein paralleles Dateisystem um Erasure Coding

PRESSEMITTEILUNG
17. August 2016

BERLIN, 17. August 2016 – Quobyte veröffentlicht heute das Update seines Software-Speichersystems auf Version 1.3 und stattet das fortschrittlichste parallele Dateisystem mit einer wesentlichen Leistungssteigerung und zusätzlichen Funktionen zur Datenabsicherung aus. Die neue Version erweitert das Speichersystem um skalierbares und besonders leistungsstarkes Erasure Coding, mit dem das Sichern und die Verwaltung von Daten besonders effizient umgesetzt werden kann und daher vor allem für Unternehmen von großem Interesse ist.

„Quobyte ist nicht einfach ein weiteres verteiltes Dateisystem, sondern eine ganz neuartige Technologie im Bereich paralleler Dateisysteme. Fehlertoleranz und Datensicherheit werden vollständig mittels Software verwirklicht, wobei zugleich die Vorzüge von Dateisystemen beibehalten werden. Das erlaubt es, eine verlässlichere und besonders einfach zu verwaltende HPC-Speicherinfrastruktur aufzusetzen. Quobyte verwischt damit die Grenzen zwischen Scale-out-NAS und primärem und sekundärem HPC-Speicher“, sagt Felix Hupfeld, Quobytes CTO.

Das neue Release 1.3 markiert einen weiteren Meileinstein in Quobytes Nutzen für HPC- und Scale-out-NAS-Workloads, indem es die Anzahl möglicher IOPS erhöht und der Durchsatz noch verbessert. Außerdem liefert Quobyte Latenzen für direkten I/O, die unter einer Millisekunde liegen, und erlaubt vollständig parallelisierte Metadaten-Operationen. Die neue Version vereinfacht zusätzlich das Datenmanagement dank Inferface-übergreifenden Zugriffskontrolllisten (ACLs), integrierter Multi-Mandanten-Fähigkeit und hierarchischen Quotas.

Den Kern des Updates auf Version 1.3 bildet das Erasure Coding, das vor allem für sequentielle Workloads eine hohe Speichereffizienz mit großer Ausfallsicherheit verknüpft – ohne dabei etwas an Leistungsfähigkeit abgeben zu müssen. Genau wie die End-to-End-Prüfsummen und Quorum-replizierten Metadaten ist auch das Erasure Coding eine rein in Software implementierte Funktionalität, mit deren Mitteln sich Standard-Serverhardware in ein vollständig fehlertolerantes Speichersystem verwandeln lässt. Im Vergleich zum RAID, bei dem Redundanz in Hardware umgesetzt wird, schneidet das Erasure Coding besser ab: zum einen ist es ökonomischer, weil es Platz spart, und zum anderen wird das System insgesamt zuverlässiger und einfacher zu verwalten.

Quobyte blickt auf starke Wurzeln in der HPC-Community zurück. Die beiden Gründer, Björn Kolbeck und Felix Hupfeld, haben zuvor – und schon zusammen mit einem Teil des jetzigen Teams – am Hochleitstungsrechenzentrum Zuse-Institut Berlin (ZIB) das parallele Dateisystem XtreemFS initiiert und entwickelt. Für Quobyte haben sie die grundlegende Architektur und besten Teile beibehalten und ihre Erfahrungen mit der großangelegten Speicherinfrastruktur bei Google einfließen lassen, wo beide zwischenzeitlich angestellt waren. Ergebnis ist ein hoch-performantes und robustes POSIX-Dateisystem, das um neue Erkenntnisse und Technologien erweitert wurde und auf zuverlässigen und sicheren Betrieb in Unternehmen ausgelegt ist. Quobyte ist allerdings nicht allein auf HPC-Workloads festgelegt, sondern erlaubt den Betrieb aller Arten von Applikationen unter jeglicher Arbeitslast – und zwar auf gewöhnlichen x86-Servern.


Über Quobyte

Quobyte verwandelt Standard-Hardware in ein verlässliches und hoch-automatisiertes Data-Center-Dateisystem. Es vereint neueste Forschung auf dem Gebiet verteilter Systeme mit bewährter Erfahrung mit großangelegten Infrastrukturen. Quobyte unterstützt alle anfallenden Workloads, von virtuellen Maschinen bis hin zu zu Big Data und High-Performance Computing. Quobyte bietet alle Vorzüge eines Data-Center-Dateisystems: vollständige Fehlertoleranz, Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und Self-Management und vereinfacht damit wesentlich den laufenden Betrieb.

Quobyte wurde 2013 in Berlin gegründet. Erste Investoren waren Target Partners und der High-Tech Gründerfonds. Das Gründerteam kann auf Innovationen in der Architektur und Implementierung von Speichersystemen zurückgreifen, die es in der Forschung und bei der Entwicklung des EU-finanzierten Open-Source-Dateisystems XtreemFS gewonnen hat. Zusätzlich schöpfen die Gründer aus ihrer Operations-Erfahrung, die sie während ihrer Arbeit für Google gesammelt haben.

Weitere Informationen zu Quobyte gibt es unter www.quobyte.com.


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Pressekontakt

Sebastian Bünker
M: sebastian@quobyte.com
T: +49 30 814 591 802